Die Panning-Technik


Das Foto ist an einem herrlichen Tag, vormittags am Meer, entstanden. Um nicht jeden Stein von jeder Seite dreimal zu fotografieren, habe ich mich kurzerhand entschlossen, diese traumhafte Szenerie mal anders abzulichten. Ich habe daher das Ganze mittels der Panning-Technik verwischt.
Die Panning-Technik wird vorwiegend bei bewegten Objekten angewandt, wobei der Fotograf mit der Kamera dem Objekt folgt und es dabei so fotografiert, dass es weitgehend scharf vor einem verwischten Hintergrund abgelichtet wird. Besonders in der Sportfotografie findet man diese Mitzieher sehr häufig. Wie schon andere Fotografen vor mir habe ich hier diesen Effekt des Verwischens hier in der Landschaftsfotografie angewendet, zum einen, weil ich sehr gern experimentiere und zum anderen, um so mehr Abwechslung in die Art meiner Bilder zu bringen. Außerdem kann man das Panning wetterunabhängig überall einsetzen, auch in einer Umgebung, die weniger reizvoll und beeindruckend ist oder die man vielleicht schon komplett „durchfotografiert“ hat wie z.B. den Garten, die bekannte, nähere Umgebung.
Bei der Panning-Technik handelt sich um eine Langzeitbelichtung, bei der man während der Belichtung die Kamera bewegt, um den Effekt des Verwischens zu erreichen. Dabei kann man seinen Ideen völlig freie Bahn lassen, man kann die Kamera in jede Richtung bewegen, von oben nach unten oder umgekehrt, von links nach rechts. Meine Kamera, eine Canon EOS 5D, habe ich bei diesem Bild dem Motiv entsprechend von links nach rechts gezogen, um die horizontalen Linien der Umgebung (Strand – Meer – Himmel ) zu betonen. Mit ein wenig Übung bekommt man das ganz gut hin, ohne dass die Linien zu krumm werden. (Begradigen kann man hinterher dann auch noch in Photoshop.)
Wichtig ist, dass die Belichtungszeit ausreichend lang ist. Diese hängt von der Geschwindigkeit der Bewegung und dem Umgebungslicht ab. Ich habe etliche schöne Resultate schon mit einer Belichtungszeit von 1/60s, 1/30s erreicht, manchmal braucht es aber auch mehr (0,5 s usw.). Noch ein kleiner Tipp: Gut ist, wenn man es schafft, die Kamera erst während der Bewegung auszulösen, nicht schon vorher. Das ergibt einen harmonischeren Effekt. Hier ist Experimentieren angesagt! Um die entsprechenden Belichtungszeiten auch bei Tageslicht zu erreichen, sollte man eine sehr niedrige ISO verwenden und notfalls auch mit Graufilter arbeiten.
Viel Spaß beim Ausprobieren!”

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